Der Verein

Nach mehreren Umzügen hat der MEC Bremen seit 1994 sein Domizil in einem ehemaligen Kuhstall in Bremen-Oberneuland, den die Mitglieder als Clubraum herrichteten.
Nach dem Umbau des Clubraumes begann der Aufbau einer neuen Anlage, der zur Zeit noch nicht abgeschlossen ist. Aber was ist im Modellbahnwesen schon schlimmer, als eine fertige Anlage?

Derzeit hat der MEC Bremen gut 25 Mitglieder zwischen 18 und ca. 75 Jahren, die aus verschiedensten,
bei weitem nicht nur technischen Berufen kommen.
Interessenten sind stets willkommen!

Die Anlage
In einem 150 m2 großen Raum befindet sich eine 70 m2 große durch Mittelkulissen geteilte
U-förmige H0/H0m-Anlage (Zweileiter-Gleichstrom nach NEM).
Außer dem unverzichtbaren Schattenbahnhof mit 52 Gleisen gibt es eine unverkürzte Darstellung
des Bahnhofs Bremen-Oberneuland im Zustand Mitte der 60er Jahre, einige Streckenabschnitte,
eine Abzweigstelle in landschaftlich interessanter Umgebung (John-Allen-Schlucht)
und einen größeren Bahnhof mit Dampf-Bw und abzweigender Kleinbahn.
Eine maßstäbliche Darstellung des Bahnhofs Bruchhausen-Vilsen (Normalspur und Meterspur)
im Planungszustand ab 2005 mit Meterspur-Drehscheibe ist noch im Entstehen.

Für den Gleisbau wurde überwiegend Roco-Line ohne Bettung (10°-Weichen) verwendet,
die maßstäblichen Weichen und EKW im Bf. Oberneuland entstanden im Eigenbau,
im Bf. Bruchhausen-Vilsen kommen Produkte von Roco, Tillig und Bemo sowie Eigenbauten
der Dreischienenweichen zum Einsatz.
Im Schattenbahnhof wurde älteres Roco-Material (2,5 mm) verwendet.

Die Steuerung der Anlage
Eine Modelleisenbahn dieser Größe erfordert einen gewissen Steuerungsaufwand.
Wir haben die "Modellbahnsteuerung per Computer (MpC)" von Gahler & Ringstmeier installiert,
mit der wir ein sehr vorbildähnliches Fahrverhalten in Verbindung mit einer sehr hohen Betriebssicherheit erreichen. Dabei kann im Endzustand jeder Grad der Automatisierung
(von der rein manuellen Lokführung und Fahrdienstleitung bis zur Vollautomatik) gefahren werden,
der gerade gewünscht ist. Auch etwas abseitige Wünsche (z. B. eine vollautomatische Drehscheibe)
sind mit der MpC realisierbar. Gleisseitig ist die MpC eine klassische Impulsbreitensteuerung
mit Block-Überwachung und automatisierbarer Fahrstraßenschaltung.
Anstelle der zuerst geplanten Stelltische nach DRS Bauart wurde in Zusammenarbeit mit Gahler & Ringstmeier und Ralf Hagemann ein ESTW ähnliches Bildschirmstellwerk entwickelt.

Gestaltung der Anlage
Während der Gleisbau und die Elektronik weit fortgeschritten sind, nimmt jetzt die Anlage auch optisch Gestalt an. Dabei wird je nach Eignung alles verbaut, was geeignet erscheint: Gips, Drahtgitter, Papier, Styropor, Matten, Flocken, Steinschotter, selbstgefertigte und gekaufte Modellbotanik, die ggfs. noch eine Nachbehandlung über sich ergehen lassen muss. Gebäude gibt es aus dem Handel wie auch selbstgemacht, wenn z. B. ein bestimmtes Bahnhofsgebäude nachzubilden ist.
Signale und bahntypische Ausstattungen kommen z. B. von Viessmann, Weinert, Conrad und anderen.

Eine annähernd maßstäbliche Fahrleitung ohne Funktion ist in Planung. Dabei wird voraussichtlich eine Kombination von Sommerfeldt-, Viessmann- und Eigenkonstruktionen zum Einsatz kommen.

Fahrzeuge
Gefahren wird alles, was Räder hat und die einschlägigen Normen erfüllt.
Intercity-Züge mit 16 Waggons sind ebenso zu sehen wie Güterzüge von mehr als 9 Metern Länge.
Z. Zt. wird im Club noch über "Motto-Parties" diskutiert.

Aktivitäten
Es gibt neben dem großen öffentlichen Fahrtag, in den letzten Jahren im November,
noch die vereinstypischen Aktionen wie Messebesuche, Grillen bei der Kleinbahn, Weihnachtsfeier,
Kohlfahrt (im Nordwesten ein Muss!). Das alles findet ohne Stress und mit den Frauen statt.
Jeden Donnerstag wird an der Anlage gebaut, der 1. Donnerstag im Monat ist als Fahrtag vorgesehen.